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Geduld im Garten – Geduld beim Schreiben


Was haben Gärtner und Schreiberlinge mit einander gemeinsam?
Seit ich diese Frage immer wieder verfolge, stoße ich auf sehr viele Gemeinsamkeiten. Als schreibende Gärtnerin oder als gärtnernde Autorin (je nach Jahreszeit) helfen mir solche Vergleiche durch den Alltag. Wenn es darum geht einen großen Roman im Kopf zu sortieren, oder wenn ich mich täglich an die Überarbeitung eines Buches setzen will, oder sollte, um einen Termin einzuhalten. Oder einfach nur, wenn meine Schulter vom Tippen wehtut und ich mich im winterlichen Garten ablenken will.
Umgekehrt liegt jeder Gartenplanung eine Konzept zugrunde. Was für Formen will ich, aus welcher Perpektive sehe ich in den Garten, welche Räume sollen entstehen. Das klingt alles ähnlich wie Setting, Perspektive oder Genre …

Es ist Winter und mein neuer Roman verlangt Geduld und langen Atem. Also geht es heute um das Thema Geduld:

Geduld ist die Tugend des Indianers und bringt einem christilichen Weißen keine Schande … wirst du denn nie die Weisheit der Geduld erkennen lernen?
J.F. Cooper, Die Prärie

Geduld ist also eine Tugend und höchst erstrebenswert. Wieso assoziiere ich dennoch mit Geduld gleichzeitig Langweile, brav sein oder angepasst sein? Und wieso gehört nach ein paar Jahrzehnten auf dieser Welt, Geduld immer noch nicht zu meinen Stärken?

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